Zwei Jahre nach dem Beginn der Maßnahme „Jobtrainer Ausbildung“: Die ersten Abschlussprüfungen

Benachteiligten Jugendlichen eine Chance auf Berufsausbildung geben

 „…An unserem Standort in Dortmund haben wir zum ersten Mal ausgebildet,…“ sagt Herr Ottenjahn von Wischnewski Gase GmbH & Co.KG mit Hauptsitz in Greven.

„Unser Ziel war immer, einem Jugendlichen eine Chance zu geben, der keinen einfachen Start ins Berufsleben hat. Wichtig war uns, dass er zupacken kann und gleichzeitig kundenorientiert arbeitet und der zu unserer Firmenphilosophie passt.

Durch die EWZ GmbH sind wir auf Herrn Weitzel aufmerksam geworden, der 2008 dort in der Maßnahme „Jobtrainer Ausbildung“ war. Jetzt, nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Fachlageristen im Verbund mit der EWZ GmbH, haben wir ihn übernommen. Ein wichtiges Kriterium für uns mit der Ausbildung zum Fachlageristen zu beginnen, war die kontinuierliche, enge Zusammenarbeit mit der EWZ GmbH im Rahmen von Verbundausbildung.“

Das Projekt „Jobtrainer Ausbildung“
Das Projekt „Jobtrainer Ausbildung“ wurde zwei Jahre lang von der ARGE Dortmund gefördert. Es hatte zum Ziel, Junge Erwachsene bis 25 Jahre – sogenannte Altbewerber/innen – passgenau in Berufsausbildung zu vermitteln.
Die Jugendlichen wurden im EWZ  in Orientierungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsphasen zielgerichtet auf eine Ausbildung in einem zum individuellen Profil passenden Berufsbild vorbereitet.

Durch einen befristeten Arbeitsvertrag mit dem EWZ für die maximale Verweildauer von 5 Monaten wurden sie aus der Arbeitslosigkeit geholt. Sie erlebten im Projekt „Jobtrainer Ausbildung“ annähernd die Realbedingungen einer betrieblichen Ausbildung und mussten in den Betriebsphasen die an sie gestellten Anforderungen erfüllen.

Damit nach erfolgreicher Vermittlung die weitere Betreuung gewährleistet werden konnte, wurden nach Möglichkeit Ausbildungsplätze in Unternehmen besetzt, die im Verbund mit dem EWZ ausbilden.


Verbundausbildung

Mindestens sechs Monate der Ausbildungszeit werden vom EWZ inhaltlich abgedeckt. Über diese Form der Lernortkooperation wird ein Kooperationsvertrag geschlossen, der die Sicherheit einer qualifizierten Unterstützung gibt.

Zusammen mit den Ausbildenden wird ein betrieblicher Ausbildungsplan erarbeitet und mit dem gültigen Ausbildungsrahmenplan abgeglichen.

So wird die Ausbildung für den jeweiligen Betrieb strukturiert und transparent gemacht. Teilziele werden gemeinsam festgelegt und der Zielerreichungsgrad anschließend überprüft.

Die EWZ GmbH bietet ein Schulungsprogramm für die Auszubildenden an. Diese Schulungen greifen Themen aus dem Ausbildungsrahmenplan auf und bereiten die Auszubildenden durch Prüfungsvorbereitung auf Zwischen- und Abschlussprüfung vor.
Unsere Seminare werden von erfahrenen Fachdozent/-innen und Mitgliedern der Prüfungsausschüsse durchgeführt.
Die EWZ GmbH begleitet die Ausbildung fachlich durch Leittextaufgaben, die von den Auszubildenden eigenständig nach einem Vorbereitungsgespräch bearbeitet werden. Die Ergebnisse der Projektaufgaben werden zeitnah mit Ausbildenden und den Auszubildenden reflektiert und in den Lernprozess integriert. So haben Unternehmen eine kontinuierliche Erfolgskontrolle über den Lernstand Ihrer Auszubildenden.

Eine individuelle Förderung der Auszubildenden ist ebenfalls möglich, wenn sie notwendig wird.
Die EWZ GmbH führt bei Bedarf Konfliktgespräche durch, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.
Die EWZ GmbH unterstützt - wenn erforderlich - bei der Suche nach einem Praktikumsbetrieb. Die Auszubildenden kommen dann mit mehr Know-how in „Ihren“ Betrieb zurück.

Die ersten Abschlussprüfungen
Ab Mai 2010 gehen die ersten Auszubildenden, die als „Jobtrainer“ ihre Ausbildung in einem Verbundbetrieb begonnen haben, in die Abschlussprüfungen.
Ein Jugendlicher schließt eine Verkäufer-Ausbildung ab, ein Auszubildender wird Fachlagerist und ein weiterer Fachkraft im Gastgewerbe.

Der Fachlagerist und der Verkäufer werden vom Betrieb übernommen.

2011 werden weitere vier Auszubildende folgen (Eine Fachfrau f. Systemgastronomie, eine Verkäuferin, ein Verkäufer und ein Kaufmann im Einzelhandel).

Von allen „Jobtrainern“ die in einen Verbundbetrieb vermittelt wurden, kam es nur in einem Fall zur Kündigung während der Probezeit durch die Auszubildende.

Von den 7 Verbundbetrieben, in denen „Jobtrainer“ ausgebildet werden, bilden drei Betriebe erstmalig aus.

Wichtige Aufgabe: Konfliktlösung
In allen o. g. Ausbildungen kam es während der Ausbildungszeit zu mindestens einem Konflikt, der voraussichtlich ohne moderierte Konfliktlösungsgespräche zum Abbruch geführt hätte. Durch Beratung war es möglich mit allen Beteiligten Lösungsansätze zu erarbeiten, die letztlich einen erfolgreichen Abschluss möglich gemacht haben.


Fazit
Durch die Verbindung von „Jobtrainer Ausbildung“ und dem Träger – Betrieb Verbundkonzept ist es möglich, Betriebe für Berufsausbildung zu gewinnen und diese Ausbildungsplätze mit Jugendlichen zu besetzen, die eine Chance brauchen.

Leider wird dieses erfolgreiche Projekt von der ARGE Dortmund in 2010 nicht weitergefördert.

EWZ Entwicklungszentrum für berufliche Qualifizierung und Integration GmbH

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