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Dirk Bode
Ausbildungscoach

Projektleiterin
Angelica Erbslöh und
Akquisiteur Volkan Baran

Dirk Bode beim Schul-Aktionstag

Ausbildungscoaches bilden sich weiter
Gespräch mit PFAD-Mitarbeiter Dirk Bode

Sie haben gerade eine vierwöchige Weiterbildung bei der Handwerkskammer gemacht. Worum ging es dabei?

Um den so genannten ADA-Schein. Dahinter verbirgt sich die Ausbildung der Ausbilder, um abschließend ihre Ausbildereignung zu prüfen. Die Weiterbildung endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung, in der man einem Auszubildenden ganz praktisch einen Lernstoff vermitteln muss.

Was war Inhalt der Weiterbildung?

Grundsätzlich ging es um die Frage, wie setze ich den Ausbildungsrahmenplan im Betrieb um. Was muss ich als Ausbilder vermitteln? Welche rechtlichen Fragen muss ich berücksichtigen, z.B. beim Jugendarbeitsschutz? Ein Ausbilder muss wissen, dass sein Azubi nur 40 Stunden in der Woche und nur an fünf Tagen arbeiten darf, dass er einen nach Alter gestaffelten Urlaubsanspruch hat. Im Vordergrund stehen aber klar pädagogische Fragen.

Welche sind das?

Ganz einfach gesprochen: wie vermittle ich wem was. Eine 16-Jährige, die voll in der Pubertät ist, gerade aus der Schule ins Arbeitsleben geworfen wird, muss ich anders ansprechen als einen Erwachsenen. Ich muss als Ausbilder wissen, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, ich muss wissen wie ich einem Azubi mit einer schnellen Auffassungsgabe den Stoff vermittle und wie einem, der etwas langsamer, dafür vielleicht sorgfältiger arbeitet.

Was bringt Ihnen jetzt als Berater diese Weiterbildung?

Sehr viel. Ich fühle mich jetzt sicherer. Ich kann unsere Unternehmer im Projekt jetzt besser in pädagogischen Fragen beraten. Sie haben ja als Neulinge in der Ausbildung häufig nicht die didaktischen Voraussetzungen.

Was heißt das konkret?

Ich kann einem Azubi in einer Druckerei jetzt nicht zeigen wie gedruckt wird. Aber ich kann dem Chef sagen wie er nach der Vier-Stufen-Methode seinen Azubi motiviert, ihm an der Druckmaschine den Arbeitsschritt vormacht, ihn das Ganze nachmachen und in einem vierten Schritt ihn den Prozess üben lässt, um das Gelernte zu festigen. Der Ausbilder sollte dann in der letzten Phase den Erfolg des Lernprozesses prüfen.

Petra Vennebusch, August 2005

 

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